Montag, 19. März 2012

Der Teufel Alkohol


Wir greifen heute mal das Thema „Alkohol“ auf. Alkohol ist das Problem vieler Menschen und leider auch mancher LKW-Fahrer. Ich möchte mit dieser Geschichte niemanden verletzten, oder so. Sondern einfach mal andeuten, wie traurig das alles sein kann. Und zum Nachdenken anregen. Heute gibt es mehrere Geschichten dazu.

Geschichte 1: Wir hatten mal einen Fahrer, der machte auch einen guten vernünftigen Eindruck. War stets pünktlich und hat, sagen wir mal, seine Arbeit einigermaßen gut gemacht. An einem Montag konnte er dann nicht mehr arbeiten, da man ihm den Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgenommen hatte. Alles schon traurig genug. Doch hier kommt seine Geschichte bzw. Ausrede. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das tatsächlich so passiert ist! Er ist nach der Arbeit am Freitag einkaufen gefahren. Weil es warm war und er nen Brand hatte, trank er noch auf dem Parkplatz eine Flasche Bier auf Ex. Dummerweise hat ihn dabei eine alte Dame beobachtet und die Polizei gerufen. Er stieg also wieder ins Auto ein und fuhr nach Hause. Zu Hause angekommen ging er ins Haus, trank noch mal eine Flasche Bier auf Ex und ging dann zurück zum Auto um die Taschen ins Haus zu tragen. Dort wurde er von einer Streife aufgegriffen. Er musste blasen und man nahm ihm den Führerschein ab. So hat er es erzählt. Nun, ich kenne mich um ehrlich zu sein nicht so gut aus in Sachen Recht. Aber musst man nicht auf frischer Tat (im Auto quasi) erwischt werden? Ich kann doch unter Alkoholeinfluss zum Auto die Tüten raus holen, oder? Ich bin ja nicht gefahren und wer will das beweisen? Die Polizei hat es ja nicht gesehen, oder? Nun ja, wie auch immer?! Das zog sich dann so 3 Monate her. Auf Anfrage von meinem Chef, sagte er, dass die Akte verschwunden wäre und es deswegen so lange dauert. Wir mussten den Fahrer leider kündigen. Da er auch nach 4 Monaten seinen Führerschein noch nicht wieder hatte. Es musste also mehr passiert passier sein.

Geschichte 2: Wir hatten auch mal einen Fahrer der bekannt für sein Alkoholproblem war. Doch trank er immer nach der Fahrt (ob es jetzt so war, oder nicht, lassen wir jetzt mal außen vor). Der kam von seiner Tour zurück und hatte sich 3 Flaschen Bier gekauft und im Rucksack verstaut. Auf unseren Firmenparkplatz wollte er dann seinen LKW rückwärts einparken. Warum er jetzt seinen Rucksack aus dem LKW geholt und auf dem Parkplatz gestellt hatte, wissen wir nicht. Auf jeden Fall fuhr er rückwärts über seinen Rucksack und die Flaschen waren kaputt. Der Fahrer war nicht mehr zu trösten. Eigentlich eine traurige Geschichte.

Geschichte 3: Auch hatten wir mal einen Fahrer der aß immer Äpfel unterwegs. Wir haben uns erstmal nix dabei gedacht. Aber dieser Fahrer war immer gut drauf. Und wenn Alkoholiker ihren Pegel erreicht haben sind die genauso drauf wie jeder normale nüchtern. Ich weiß nicht mehr wie es dazu kam. Aber irgendeiner aus dem Büro hat dann mal nen Apfel von ihm probiert und es schmeckte nach Wodka. Der Fahrer spritzte sich Wodka in die Äpfel. So hat er quasi während der Fahrt „getrunken“. Da Wodka nun mal nicht riecht, wäre es so nie aufgefallen. Aber es war sehr einfallsreich muss man hier an dieser Stelle mal ehrlich sagen.

Wie gesagt. Manche Geschichten hören sich jetzt vielleicht lustig an, aber diese Menschen sind einfach nur arme Schweine. Und man kann denen eigentlich nur helfen, wenn die sich denn helfen lassen würden. Mein Chef ist da Gott sei Dank sehr gut drauf und hilft wo es nur geht. Aber auch nur, wenn der Fahrer auch geholfen werden will. Das ist der entscheidende Punkt bei diesem Problem.

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